Wenn alles zusammen bricht!

Wahren Halt in der Mitte finden

Um alles in der Welt wollen wir vermeiden, dem Schmerz zu begegnen, der uns konfrontiert, wenn Verlust, Trennung, Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Tod unser Leben berühren.

Wenn es doch passiert, das Unvermeidliche uns trifft, dann kann das sein, als ob alles still steht, nichts mehr geht, oder alles in einem Abgrund verschwindet.

Wir spüren keinen eigenen Boden mehr, empfinden keine Substanz die uns ausmacht, sehen keine Perspektive, nichts macht mehr Sinn. Es bleibt Leere, Nichts.

Die Opferhaltung aufgeben

Wir kennen wohl alle diesen Platz und die Erfahrung, wenn wir dicht an die Leere heranreichen. Die inneren Alarmglocken läuten, wir werden unruhig, wir beginnen auf jegliche Art zu agieren, um das Schlimmste noch einmal abbiegen zu können.

Was ist, wenn Außen alles zusammenbricht und das Innere diesem Zusammenbrechen folgt.

„Geht hier etwas schief? Macht Gott gerade einen Fehler an uns? Haben alle ein richtiges Schicksal, nur ich nicht?“

Wir sind keine Opfer. Wir erleiden unseren schweren Schicksalsschlag. Wir müssen nicht ohnmächtig bleiben, wenn wir die Wirklichkeit akzeptieren.

Die Botschaft der Vergänglichkeit

Erkenne alle Dinge als so beschaffen:

Wie eine Luftspiegelung, ein Luftschloß,

ein Traum, eine Erscheinung –

ohne Essenz, aber mit wahrnehmbaren Eigenschaften. ( Buddha )

Sich der Schattenseite es eigenen Wesens zuwenden

Unsere Persönlichkeit hat nicht wirklich Substanz. Wir wollen aber glauben, dass sie das hat und dass man sich Substanz in Form von Erfolg, Besitz, Reichtum … aneignen kann. Das dass nicht der Fall ist, erkennt man daran, dass wenn wir etwas davon verlieren, wir mit Leere konfrontiert sind. Wir fühlen uns wertlos, ungeliebt, verraten, im Stich gelassen. Dann fangen wir wieder und wieder an, dieses LOCH aufzufüllen.

Ein Teil von uns denkt gar nicht daran, diese Strategie zu überdenken oder aufzugeben. Es ist der Weg des Zeitgeistes, dass nicht zu tun. Die Resonanz von Außen kann sein: „ Das wird schon wieder! Du schaffst das schon! Du brauchst nur etwas Zeit, dann überwindest du das!“

Wir setzen uns nicht mit dem Tod auseinander, als ob er dadurch nicht zu uns finden würde.

„Schicksalsschläge gibt es zwar, es betrifft nicht mich, jetzt nicht, wenn ich Glück habe, gar nicht.“

Alle spirituellen Traktionen beziehen den Wandel mit ein und begrüßen es sogar als das unvermeidliche Tor zur Glückseligkeit.

Den Richtungswechsel akzeptieren

Es ist nicht falsch, Vorzeigbares anzusammeln. Es führt nur nicht da hin, wohin die Träume gehen: zu Frieden, Urvertrauen, Glückseligkeit, Gleichmut und zur Liebe.

Wenn man nur einen Grashalm sieht, an dem man sich festhalten kann, wird man den nehmen und sich halten, solange man kann. Wenn alles zusammenbricht, also dieser Grashalm nicht hält, bleibt einem nichts anderes übrig, als zu sehen, ob es nicht doch etwas anderes gibt.


Das ist die Gnade des Zusammenbruchs, die man aktuell betroffen natürlich nicht sehen kann.

Der Weg nach Innen

Wir können im Angesicht des Zusammenbruchs lernen, inneren Frieden zu finden.


Zur Neuorientierung ist man bereit, wenn die Bewegung im Außen nicht weiter geht. Trotz äußerem und innerem Chaos gibt es in unserer Mitte eine Kapazität, die all das halten kann, was uns als Persönlichkeit zusammenbrechen lässt.

Innere Arbeit

Sich Unterstützung zu holen für innere Arbeit, kann helfen, hinter den begrenzenden Altlasten der Vergangenheit die Direktheit, Stärke und Sanftheit hervorkommen zu lassen, die man in der Haltlosigkeit benötigt. Wenn wir fühlen wie diese Kraftquelle hervorsteigt, können wir uns tiefer Ruhe hingeben.


Die Herausforderung führt zu den Wurzeln, dahin, was wir wirklich zum Heilsein brauchen. Wir lernen unser Leben zu vereinfachen, den Kopf zu entlasten und unser Herz zu öffnen.


Der Mensch hat zu allen Zeiten etwas gesucht, das über ihn und sein materielles Wohl hinausgeht – etwas, das wir Gott oder wahre Natur nennen, einen zeitlosen Zustand, etwas, das nicht durch Umstände oder menschliches Zutun zerstört werden kann.


Willkommene Befreiung!
 
Shakti Ursula Altgassen, www.ursula-altgassen.de
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